China

14.09.11 - 25.09.11

Hier eine kleine Zusammenfassung der Gegeben- und Besonderheiten des Landes.

(Wichtig: Alle dies sind nur Erfahrungen und Erlebnisse, die wir hatten, es kann an anderen Stellen des Landes völlig anders sein und wir möchten nicht, dass Ihr den folgenden Text auf das gesamte Land und die Leute projiziert.)

Besondere Orte:
Peking - Summerpalast – Ein wirklich sehr schöner Ort, ein riesiges Gelände mit Parkanlage, großem See und kleinen Flüssen, zwischen drin kleine Tempel und ein riesiger Palast. Man kann beim See Boot fahren und bei schönem Wetter hat man eine spektakuläre Kulisse. Daumen hoch für diesen Ort der Entspannung! 
 

Peking – Zoo – Sollte man nicht unterstützen! Zwar haben sie echt viele Tiere, die Art der Haltung und die Großzügigkeit der Gehege lassen aber deutlich zu wünschen übrig. Die Pandabären haben kein einzigen Strauch Bambus im Außenbereich, die Wölfe haben ein 20m² Sandbereich und werden von Touristen mit Gummibärchen gefüttert. Die Bären haben zum Teil nur eine Betonwanne ohne Grünzeug oder Wasser und das Affenhaus ist wohl schlimmer als Guantanamo. Besonders ätzend ist das Aquarium, hier haben große Fische kaum Platz sich im eigenen Becken umzudrehen und die zum Teil echt bescheuerten Besucher klopfen zum Überfluss noch an die Scheiben. 

Peking – Verbotene Stadt und Tian´namen Platz – Leider sehr überfüllt aber dennoch einen Besuch wert. Der Platz ist von „der Partei“ geprägt, überall Flaggen und Bilder von „Mao“. Soldaten marschieren auf und ab und der ganze Platz ist mit Videoüberwachung gespickt. Die Verbotene Stadt ist ganz nett aber der Blick von oben lohnt sich mehr, als das durchlaufen. Diesen kann man bei einem Berg mit Tempel im Norden der Verbotenen Stadt bekommen.  

Peking - Olimpia – Eindrucksvoll ist das „Vogelnest“ auf jeden Fall, die ca. 10€ Eintritt zum besichtigen sind aber völlig überzogen. Das ganze Areal ist sehr modern und großzügig angelegt, wenn man bedenkt wie viele Menschen dafür Zwangs-umgesiedelt wurden, bekommt das Ganze allerdings einen faden Beigeschmack.    

Chinesische Mauer – Wow - Ja das ist mal eine Mauer! An einigen Stellen verdammt Steil, bis zu ca. 30% Steigung. Bei gutem Wetter hat man einen genialen Blick über die geschlängelte Mauer und es lohnt sich durch aus auf den höchsten Punkt des Mauerabschnitts zu wandern. 

Landschaft:
Hier können wir leider wirklich nicht viel erzählen, da wir uns bis auf die Chinesische Mauer nur Peking angesehen haben. Die Landschaft um die Mauer herum ist geprägt von riesigen Grünflächen und Wäldern, die sich an einigen Stellen auch schon in die Mauer gefressen haben. Reisfelder und viele Berge runden das Bild ab.
 
Hostels:
Auch hier haben wir 3 Nächte per Couchsurfing Übernachtet, Mikkel und seine Freundin waren unsere Hosts – Sie haben uns herzlich aufgenommen und ihre Couch ist ein ausgezeichneter Schlafplatz. Sie zeigten uns die Leckereien der chinesischen Küche am Straßenrand und halfen uns die ersten Tage zurecht zu kommen. Vielen Dank noch einmal!

Happy Dragon Hostel – Nicht das günstigste Hostel aber durch aus nett gemacht. Die Zimmer sind klein aber gemütlich, es gibt einen Innenhof mit Cafe bzw. Restaurant und kleinem Teich. Das W-LAN funktioniert ganz gut und das Personal ist nett. Wir wechselten aber nach einer Nacht da es in derselben Straße noch ein günstigeres Hostel gibt.

9 Dragon Hostel – Ist ein sehr großes Hostel hat aber mit dem kleinen Restaurant und der Terrasse im 2ten Stock durch aus noch einen gemütlichen Charakter. Der Preis ist verdammt anständig, das W-LAN ist zwar nicht das Beste aber für E-Mails reicht es allemal. Das Personal ist super freundlich, so organisieren sie z.B. auch kostenlos Freizeitaktivitäten wie Basketball spielen. Die Tour zur Mauer haben wir hier ebenfalls gebucht und waren begeistert – keine anderen Touristen, herrliche Stelle an der Mauer, einfach genial!

Oriental Peace Hotel – Liegt sehr zentral bei den Shoppingcentern und großen Hotels in der Innenstadt. Wir waren gezwungen hier eine Nacht zu verbringen, da wir uns die teuren Hotels in der Gegend nicht leisten konnten. Hier bekommt man für umgerechnet 40€ ein vernünftiges Zimmer, allerdings nicht unbedingt besser als im Hostel. Das einzige was den Preis irgendwie rechtfertigen könnte ist wohl die Lage. 

Essen:
 Sehr beliebt sind kleine Stände oder Imbisse in denen ein Fett- und / oder Wasser- Bad steht. Daneben eine Auswahl an Fleisch, Fisch und Gemüse Spießen, diese sucht man sich aus und gibt sie dem Koch. Dieser serviert dann sobald sie fertig sind und man zahlt am Ende die Anzahl der Spieße. Weiter gibt es beim Nachtmarkt die Möglichkeit Skorpion, Schlange, Maden, Käffer, Tausendfüßler und Seepferdchen zu kosten. Wir testen nicht alles aber einiges, Skorpion (die kleinen) sind durch aus schmackhaft, Schlage können wir ebenfalls empfehlen. Ansonsten bietet die chinesische Küche viele verschiedene Suppen, Nuddel und Reisgerichte. Oft wird in einer Gruppe gegessen, man bestellt wahllos verschiedene Gerichte von der Karte, diese werden auf einer großen drehbaren Platte auf dem Tisch serviert. So kann jeder sich ein bisschen von dem nehmen, worauf er gerade Lust hat. Und natürlich darf nicht vergessen werden, die Pekingente! Diese wird hier mit kleinen Pfannkuchen, Gemüse und Soße serviert. Man rollt sich die Zutaten in den Pfannkuchen und genießt, eine sehr schöne Art zu essen und verdammt lecker (Umgerechnet für 2 Personen ca. 10€)!
 
Wichtige Gegenstände:
Folgende Gegenstände sind für einen Besuch in Peking unverzichtbar!
-          Atemmaske
-          Google-Karte
-          U-Bahn Plan
 
Straßen und Verkehr:
Laut, Chaotisch, Stressig! Das sind die passenden Worte für den Verkehr in Peking. Das U-Bahn-Netz ist zwar übersichtlich, die Umsteige-Wege zum Teil aber Kilometerlang und die Züge fast immer überfüllt. Kurz gesagt, es bringt echt keinen Spaß sich hier von A nach B zu quälen. Desweitern kennen viele Taxifahrer nur einen Bruchteil der Straßen, was es nicht gerade einfacher macht.
 
Gefahren:
Verlaufen? Kein Problem, dass passiert schneller als man denken kann! Die Karten die man in den Touristeninformationen oder in Hostels bekommt haben immer recht große Ausschnitte, so dass einige Straßen nicht eingezeichnet sind… Einige? Verdammt, zum Teil fehlen 5-7 Seitenstraßen oder ganze Häuserblocks. „Wir müssen die 4te links…“ Pustekuchen :-)

Und wie eben schon gesagt, auch Taxifahrer können einem eigentlich nie wirklich helfen. Weitere Gefahren sind definitiv der Stress bei den Menschenmaßen… Einfach heftig wie viele Personen in den U-Bahn-Gängen rumlaufen.

Wichtige Sätze:
-          Hallo – Nihau
-          Danke – Xiexie
 
Pralles/Komisches aus dem Nähkästchen:
-          Bei jeder Fastfood-Kette kann man bestellen und liefern lassen – Mc Donals Deutschland… Nehmt euch ein Beispiel daran!
-          Facebook gesperrt, Wikipedia viele News-Seiten sind zensiert und seit unserem Besuch wurde auch unsere Reise-Seite geblockt :-)
-          U-Bahn fahren ein Erlebnis für sich, aber es kostet egal wohin immer nur ca. 30 Cent.
-          Taxifahrer kennen nicht alle Straßen… Also immer das nächst größere Einkaufszentrum oder U-Bahn-Haltestelle merken!
-          Kleinkinder mit großem Loch am Popo… Windeln? Die meisten Eltern halten ihre Kinder an einen Baum und lassen es, egal wo sie gerade sind, einfach „hin machen“.

-          Frauen, und ab und an auch Männer, halten untereinander Händchen beim Unterhalten und Spazieren gehen.

-          An jeder U-Bahn Station gibt es eine Taschenkontrolle wie am Flughafen!

-          Trotz Zeichen auf dem Fußboden, Lernvideos im Zug-TV und Hinweis-Aufklebern bekommen  die Chinesen kein vernünftiges „Miteinander“ im U-Bahn-System hin. So wird gedrängelt, gepresst und gerangelt… „Hauptsache ich komm als erster rein“ ist das Motto!