Indien

26.09.11 - 10.10.11

Hier eine kleine Zusammenfassung der Gegeben- und Besonderheiten des Landes.

(Wichtig: Alle dies sind nur Erfahrungen und Erlebnisse, die wir hatten, es kann an anderen Stellen des Landes völlig anders sein und wir möchten nicht, dass Ihr den folgenden Text auf das gesamte Land und die Leute projiziert.)

Besondere Orte:
Goa – Anjuna – Im Staat Goa liegt der kleine Ort Anjuna, den wir für unseren Aufenthalt ausgesucht haben. Es ist ein recht kleines Dorf, welches zwei Supermärkte, mehrere kleine Restaurants, Verhältnismäßig viele Marktstände und zahlreiche Hostels beinhaltet. Da wir kurz vor der Saison hier waren, war alles noch recht leer. Viele Restaurants und Guesthouse waren geschlossen, viele in den Umbauarbeiten, so wurde eigentlich überall gewerkelt und gebaut. Der Strandabschnitt des Dorfes ist recht lang gezogen, bietet aber wenig Schattenplätze. In der Kehre der Straße zum Strand gibt es ein kleines Restaurant mit Blick aufs Meer und leckerer traditionaler Küche. Hier kann man sich auch für 3€ am Tag einen Roller mieten und die Umgebung auf eigene Faust erkunden. Ca. 5 Minuten mit dem Roller entfernt gibt es einen Aussichtspunkt auf einem Hügel, hier bekommt man einen wunderschönen Blick über die Region.

Delhi – Hat zwischen 18 und 30 Mio. Einwohner und ist riesig da es zwar höhere Wohnblocks gibt aber keine wirklichen Hochhäuser. Der Verkehrt ist eine absolute Katastrophe und es wird gedrängelt und gehupt wo man nur kann. Es ist dreckig und staubig und absolut nicht schön, allerdings haben wir auch nur eine sehr kleine Area in den zwei Tagen zu sehen bekommen. Was wir vom Taxi aus gesehen haben, hat uns aber auch nicht wirklich begeistert – Ein Park war ganz hübsch…    

Taj Mahal – Heißt eigentlich „Mum Taj Mahal“. Der Bau des beindruckenden Bauwerks dauerte 22 Jahre und wurde zum Gedenken der Frau „Mum Taj“ des damaligen Königs gebaut. Es ist gleichzeitig ihr Mausoleum und, einige Jahre später, auch seines. Eigentlich wollte er auf der Gegenüberliegenden Seite des Flusses ein baugleiches Gebäude aus schwarzem Marmor für sich selber errichten lassen, dies scheiterte da sein Sohn die Macht an sich riss. Das Taj Mahal besteht fast ausschließlich aus weißem Marmor und ist in der Sonne so grell, dass man es ohne Sonnenbrille aus der Nähe  kaum länger als fünf Sekunden anschauen kann. Die 120 Experten die neben den ca. 20.000 Arbeitern am Bau beteiligt waren bekamen als Dank nicht nur ein Haufen Kohle sondern auch die Hände abgehackt, damit es nirgend wo ein 2tes Taj geben würde – Nett oder? Ein besonderes Highlight soll der Anblick bei Vollmond sein, da die arabischen Schriftzeichen, die aus schwarzem Marmor sind, dann anfangen zu leuchten. Allerdings kostet dann der Eintritt statt umgerechnet 13 € dann stolze 30 €. Kleiner Tipp, auf der anderen Seite des Flusses ist ein Park von dem man das Taj auch sehr gut anschauen kann, dieser kostet auch bei Vollmond keinen Eintritt :-)

Landschaft:
Wow! Grün, grüner, am grünsten? Dschungel, Reisfelder, weite Grasebenen, dann wieder Wälder und Gebüsch. Zwischendrin viele Berge, bzw. Hügel oder Anhöhen, man kann oft Kilometerweit schauen. Die Sonne in den Morgen und Abendstunden verleiht dem Land eine unglaublich schöne Atmosphäre. Die Dörfer sind leider etwas verdreckt und generell schmeißt hier jeder seinen Müll irgendwo hin. An den Stränden sieht es da zum Glück etwas besser aus, allerdings würden auch hier ein Paar Mülleimer nicht schaden. 
 
Hostels:
Manali Guesthouse in Goa – Sehr einfache Unterkunft für den kleinen Geldbeutel, hier kostet eine Nacht im DZ umgerechnet ca. 4€. Es gibt eine kleine Reiseagentur, Roller-Verleih, Internetcafe und Kiosk. In dem Familienbetrieb hat jeder seine Aufgabe und sie sind alle sehr freundlich. Weiter ist das kleine Guesthouse sehr zentral gelegen, 1min zum Supermarkt und anderen Shops, 5-10min zum Strand.
 
Guesthouse „Close2theC“ in Goa – Ist überhaupt nicht nah an der See… Sondern mehr im Landesinneren, allerdings sind es zu Fuß auch nur 15-20min zum Strand und mit dem Roller geht’s natürlich noch schneller. Das Guesthouse besteht aus mehreren Bungalows, die in jeweils 2 Wohnungen unterteilt sind. Das Bad ist vernünftig und Ausstattung generell ganz gut, nur der Küche fehlt es an Kochutensilien. Wir konnten uns nicht erklären wieso es eine Herdplatte gibt aber keinen Topf oder eine Pfanne :-) Die Anlage hat einen sehr gepflegten Garten und einen Pool in der Mitte. Das Internet geht leider nur an der Poolbar und die ist ab 17.30 Uhr das zuhause von geschätzten 200 Moskitos. Das Personal ist sehr freundlich und hilfsbereit, der Boss hingegen ein …, so stellte sich trotz vorheriger Nachfrage heraus, dass er keinen Platz für unsere Koffer hat, wir sollten für die 4 Tage in Delhi dann doch gleich ein ganzes Bungalow Mieten um unsere Gepäck unter zu stellen. So haben wir uns entschlossen nicht wieder hier her zurück zu kommen, wenn wir wieder aus Delhi zurück sind.
 
HSI Hotel in Delhi – Ist mit umgerechnet 30 € die teuerste Unterkunft unseres Indien Aufenthaltes, dies liegt aber wohl daran das Delhi generell etwas teurer ist. Die Zimmer sind gut gemacht und das Bad sehr Sauber, wir haben uns das kostenlose Frühstück mit heraus gehandelt, welches ebenfalls in Ordnung geht. Das Personal ist sehr nett und die Rezeption kann einem mit hilfreichen Tipps und Buchung von Touren zur Seite stehen. Aber Achtung: Der Zimmerservice klingelt nicht immer!
 
Essen:
Roti… so werden die kleinen Pfannkuchen ähnlichen Teigfladen genannt, die es hier überall gibt. Man bestellt sich ein Gericht wie z.B. Chicken- Curry, Masala oder wie sie alle heißen. Dazu ein Paar Roti, man reißt ein Stück ab und benutzt dieses dann quasi als Zange oder Löffel. Das Ganze ist verdammt lecker und man kann es durch die verschiedenen Varianten des Curry und Co. eigentlich immer wieder essen. Weiter sehr beliebt sind frittierte Teigtaschen mit unterschiedlichen Füllungen.
 
Wichtige Gegenstände:
Folgende Gegenstände sind für einen Besuch in Indien unverzichtbar!
-          Klopapier
-          Desinfektionsmittel
-          Anti-Moskito-Spray
-          Sonnencreme 30+
-          Kleine Scheine (Man sollte es immer passend haben)
 
Straßen und Verkehr:
Wild! Scheint aber zu funktionieren :-) Es wird bei der Kurve und jedem Überholen erst mal gehupt um zu zeigen „Achtung ich komme“. Auf den zum Teil einspurigen Straßen läuft die Dominanzreihenfolge dann so ab: LKW - PKW - Dreirad – Motorrad – Roller – Fahrrad – Fußgänger. Wer um die Ecke geschossen kommt kann man dann an der Hupe erkennen und entscheiden ob man in der Dominanzreihe über ihm oder unter ihm steht :-) Zusätzlich sollte man auf die Kühe achten, die zwar ihre festen Plätze zu schein haben, aber doch ab und an mal wo anders stehen. In den Großstädten hilft eigentlich nur noch Beten, dass sieht man auch daran das fast jeder Taxifahrer ein Glücksbringen dabei hat… Fehlt eigentlich noch, dass sie vor jeder Fahrt noch Räucherstäbchen anzünden, um die Gutengeister zu beschwören Vielleicht würde das sogar was bringen.
 
Gefahren:
Neben Magenverstimmungen und Durchfall fällt uns nicht wirklich etwas ein, was Gefährlich gewesen wäre. Die Moskitos sind sehr aggressiv… Naja und natürlich der Straßenverkehr…
 
Wichtige Sätze:
-          Hallo – Vanakkam
-          Danke – Shukriyaa
Ansonsten sprechen sehr viele ein gutes Englisch.
 
Pralles/Komisches aus dem Nähkästchen:
-          Die Anzahl an Sitztoiletten ist sehr begrenzt, in Hostels und besseren Restaurants kann man aber Glück haben. Ansonsten heißt es hin hocken und konzentriert zu Werke gehen.
-          In den Zügen stehen die Türen offen, was bedeutet „Bahn-Surfen“ ist hier eine Art Zeitvertreib auf langen Fahrten und man kann sehr schön die Landschaft an sich vorbei ziehen lassen.
-          Kein Beef auf den Tellern in Indien? In Goa schon, in mehreren Restaurants fanden wir auch Beef-Curry.
-          Viele Häuser und Autos sind mit Blumen geschmückt, diese sollen Glück bringen.
-          In den Großstädten haben viele Geschäfte einen Portier und Sicherheitspersonal mit dicken Kanonen eingestellt.