Kambodscha

03.08.11 - 11.08.11

Hier eine kleine Zusammenfassung der Gegeben- und Besonderheiten des Landes.

(Wichtig: Alle dies sind nur Erfahrungen und Erlebnisse, die wir hatten, es kann an anderen Stellen des Landes völlig anders sein, und wir möchten nicht, dass Ihr den folgenden Text auf das gesamte Land und die Leute projiziert.)

Besondere Orte:
Siem Reap und Angkor Wat – Die Stadt ist eigentlich nur wegen des Fundes von Angkor Wat entstanden. Dem entsprechend sieht es hier auch aus: Ein Touristenmarkt umringt von 200 Restaurants und Hotels. KFC und Subway sind nicht weit, genau wie einer der 200 Geldautomat oder die Filialen von Adidas, Nike und Co.. Eine Tour nach Angkor Wat bekommt man überall, je nach Umfang, Zeit und Transportmittel kostete die Tagestour zwischen 15 und 40 $. Den „Lady-Tempel“ kann man sich dabei getrost sparen, er liegt etwas außerhalb und die Fahrer berechnen einen Aufpreis (Im Gegensatz zu den sonstigen Tempelanlagen ist er nichts Besonderes). Das Tagesticket für den Besuch von Angkor Wat kostet 20 $ pro Person und berechtigt zum Eintritt in das Gesamte Areal. Die beiden bekanntesten und größten Tempel sind „Angkor Thom“ und „Angkor Wat“ selber. Was sollen wir euch dazu viel Erzählen… es sieht echt krass aus wie sich diese Bauwerke aus dem Dschungel erheben und bedenkt man, dass diese Bauwerke knapp 1000 Jahre alt sind, kann man nur den Hut ziehen vor dem Volk, welches diese Meisterwerke der Bau und Handwerkskunst geschaffen hat. Leider ist es inzwischen sehr Touristisch, die ca. 6000 Menschen pro Tag verteilen sich aber auf dem riesigen Gelände gut, so dass es eigentlich nicht so schlimm ist. Einzig die Verkäufer der kleinen Stände nerven einen irgendwann echt… „You need a Lonley Planet from Vietnam?“  

Phnom Pehn + Killigfields – Die Stadt ist ein schönes Beispiel wie krass der Unterschied zwischen Arm und Reich auf Verhältnismäßig kleinem Platz doch sein kann. An der Flusspromenade und in Richtung des Regierungsviertels  sieht man oft große und schöne Häuser, Tempel, Museen, gepflegte Parks, Verkehrskreisel mit riesigen Skulpturen und die Regierungsgebäude bzw. den Königspalast. Fährt man 5-10 Minuten weiter werden die Straßen staubiger und die Häuser kleiner. Blechdächer und runter gekommen Wohneinheiten prägen das Bild und ohne Atemmaske geht eigentlich nicht viel. Die Killigfields und das Gefängnis S21, sind einen Besucht Wert für alle die etwas von der Geschichte Kambodschas mitbekommen wollen. Voraussetzung dafür sind ein ruhiger Magen und nicht zu viel Mitgefühl, ansonsten geht man bei der Gewaltdarstellung schlicht ein! Mit welcher Brutalität die Menschen noch vor wenigen Jahrzenten hier gefoltert und hingerichtet wurden wird einem sehr nahe gebracht. 

Sihanouk Ville – Soll schön sein, wir haben den Traumstrand nicht gefunden,  entweder wird man von Fliegenden-Händlern am Touristenstrand so oft genervt, dass man nicht einmal 5 Minuten entspannen kann oder die Strände sind mit Müll überseht. Vielleicht haben wir wegen dem häufigen Regen auch nicht genau genug gesucht. Aber so genial fanden wir es hier nicht. Allerdings ist der „German-Beer-Garden“ von Rainer echt lecker, und wenn man Vorbestellt, kann man hier endlich mal wieder eine richtige Haxe genießen (Der gelernte Elektriker kauft jeden Tag frisch ein und kann wirklich gut Kochen). Desweiteren verkauft er als einziger frisches Eis, seine Hauptkunden sind die einheimischen Kinder. So kommen eigentlich alle 10 Minuten kleine 5-6 jährige mit großen Augen in den Laden, verlassen ihn mit einem riesen Lächeln und einer Kugel Schokoladeneis – Ein wirklich niedliches Schauspiel.

Landschaft:
Ein weiter Blick über Sumpfartiges Gelände, im Hintergrund Palmen oder Dschungel, zwischen durch Reisfelder und Flüsse. Die Grenze zu Laos oder Vietnam im Norden ist von einer Bergkette begleitet, ansonsten ist das Land recht flach. Bei einem Blick aus dem Fenster bei einer Bustour kann man sich in der Ferne leicht verlieren, es sieht oft gleich aus aber sattsehen kann man sich trotzdem nicht. Schade, dass die Menschen hier mit dem Verständnis für Müll noch nicht so weit sind, den diesen sieht man leider auch überall und in rauen Mengen sobald man in Zivilisations-Nähe kommt.
 
Hostels:
Ponloue Angkor Siem Reap Villa  – Einfache Unterkunft inkl. miesem Frühstück, der Preis ist mit 20 $ fürs DZ aber durch aus machbar. Es liegt am Ende der Hauptstraße und hat so nicht zu viel lärm, dafür aber trotzdem eine gute Lage. Supermärkte, Essensstände und der Markt sind zwischen einer und fünf Minuten entfernt.    

River Star Hotel in Phnom Penh – Eines der besten Hotels die wir bisher hatten! Für 30 $ bekommt man ein echt großes Zimmer (Zimmer mit Flussblick und Balkon ab 35 $), inkl. Couch und weiteren Sitzgelegenheiten. Das Badezimmer ist für eine Großfamilie zu gebrauchen. Das Frühstück wird einem aufs Zimmer gebrach, genau wie alles andere was man im recht günstigen Hotel-Restaurant bestellt. Es liegt auf der gegenüberliegenden Seite der Fluss-Promenade und somit mitten im Leben.

GST in Sihanouk Ville – DZ ab 5 $, Zweibettzimmer ab 6 $ - Condome an der Rezeption? Ups… Das Stundenhotel wird auf Grund des Preises auch gerne von Backpackern genutzt. Man hat echt einfache Zimmer, dafür aber auch eine kleine Terrasse von der man die „Andere Kundschaft“ sehr schön mit bekommt und die Zeit stoppen kann :-) Es hat ein großes Restaurant, welches gar nicht mal schlecht ist und liegt nur 2 Minuten vom Strand (Diesen können wir auf Grund der hohen Touristendichte aber nicht empfehlen).

Essen:
Seafood aus den Flüssen? Wir empfehlen eindeutig damit bis zur Küste zu warten und sich Tintenfisch und Scampi aus dem Meer zu gönnen. Die weitere Küche besteht, wie in den meisten Ländern hier, aus Nuddel und Reis Gerichten. Besonders lecker fanden wir das Curry und ein Gericht welches den Namen „Amok“ trägt. Es wird auch so zubereitet und sieht so aus :-)

Weiter sollte man auf jeden Fall einmal Ochsen am Spieß genießen, echt lecker das Vieh.

Wichtige Gegenstände:
Folgende Gegenstände sind für einen Besuch in Kambodscha unverzichtbar!

-          Badehose

-          Kofferschloss

-          Reiseapotheke (Pflaster, Desinfektion)

-          Dollar für die Grenzen!

-          Atemmaske

 

Straßen und Verkehr:
Staubig und nicht unbedingt gut ausgebaut, eigentlich sind nur in den größeren Städten richtige Straßen vorhanden. Wer aus Vietnam kommt wird den Verkehr als wahre Ruhe-Oase empfinden, es wird viel, viel, viel weniger gehupt :-)
 
Gefahren:
Wir fühlten uns eigentlich immer sicher, nur die Bustouren sind nicht immer so organisiert, wie es versprochen wird. Wer also einen Anschluss bekommen muss oder zu einer bestimmten Uhrzeit eintreffen möchte, sollte mal locker 4-7 Stunden Sicherheitspuffer einbauen.
 
Wichtige Sätze:
-          Hallo – Sua s´dei

-          Danke – aw kohn

-          Aufwiedersehen – lia

-          Wie teuer ist das? – nih th´lay pohnmaan

-          Das ist zu teuer! – ta lay

-          Wie geht es dir? – sohk sabaay te?

-          Nein wir wollen nichts! - Agloy
 
Pralles/Komisches aus dem Nähkästchen:
-          Die meisten Leute sind echt sehr freundlich, die Straßenkinder hingegen können echt dreist werden – Gustav sollte erst was kaufen, dann wurde er „spaßig“ geschlagen und sollte dem Jungen hinter noch neue Schuhe kaufen.

-          Der Müll! Es ist echt kaum zu beschreiben wie die Kambodschaner hier mit umgehen. Rainer hat uns den Sachverhalt so erklärt: Früher war alles in Bananenblätter eingewickelt, diese wurden auf den Boden geworfen und verrotteten – Heute haben sie Plastik… Das Umdenken, bzw. Verständnis ist noch nicht vorhanden, so wird es noch sehr lange brauchen bis sich in diesem Bereich etwas bessert. Sehr schade, den das Land macht sich so vieles selber kaputt.