Tansania

02.03.11 - 22.03.11

Hier eine kleine Zusammenfassung der Gegeben- und Besonderheiten des Landes.

(Wichtig: Alle dies sind nur Erfahrungen und Erlebnisse, die wir hatten, es kann an anderen Stellen des Landes völlig anders sein und wir möchten nicht, dass Ihr den folgenden Text auf das gesamte Land und die Leute projiziert.)


Besondere Orte:
Dar es Salaam, die Haupstadt von Tansania – Ein Ort an dem man nicht gewesen sein muss! Wer gerne Stress, Dreck und Armut sieht, ist hier richtig, ansonsten sollte man diese Stadt meiden. Ölwechsel auf offener Straße, Schlepper die einen alle 5m ansprechen und einem Touren, Taxis oder anderen Dinge andrehen wollen, dazu einem diverse Straßen folgen und dicht labbern.

Sansibar ist etwas teurer, aber nach dem man in Dar es Salaam war, jeden Cent wert. Stone Town, die Hauptstadt der Insel, ist Ausgangspunkt für viele Touren, Schlepper und Dreck gibt es hier auch, aber weitaus entspannter als auf dem Festland. Wir empfehlen sich hier nicht zulange aufzuhalten, denn die Insel hat weitaus mehr zu bieten. Die Ostküste ist absolut sehenswert, türkises Wasser mit Badewannentemperatur mit einem schützenden Riff, welches voll von kleinen Fischen ist. Beweju ist hier von uns erkundet worden, der kleine Ort ist etwas abgelegen von Paje (4km entfernt) und ist touristisch kaum erschlossen. Ein paar Hotels und Gästehäuser am Strand, 2 Restaurants ansonsten Dorf! Ruhe pur – und zu Fuß am Strand nach Paje, zu den Kitesurfern und etwas mehr Leben ist ein schöner Spaziergang.

Moshi beim Kilimanjaro ist als Ausgangspunkt für Safaris und Klettertouren um einiges besser als Arusha. Es ist ruhiger und beherbergt weniger Schlepper, desweiteren sind die Näher/innen am Straßenrand durchaus sehenswert, sie fertigen Taschen, nähen Hemden und Anzüge. Ansonsten ist es nicht sehr aufregend, der Kilimanjaro versteckt sich 95% der Zeit hinter Wolken und der Ort selbst ist in einem halben Tag erkundet.

Die Nationalparks:
Lake Manyara, der erste etwas kleinere Park, beherbergt viele Vogelarten, Zebras, Giraffen, Knus, Büffel, Nilpferde und verschiedene Affenarten. Löwen und Elefanten soll es wohl geben, eine Sichtung ist aber nicht sicher. Zum Einstieg ist dieser aber genau das Richtige!
Ngorongoro Krater war der zweite auf unserem Safaritrip, eine beindruckende Kulisse wenn man vom Aussichtspunkt in den 250m tiefen Krater schaut, 25km Durchmesser voller Tiere! Hier sieht man eigentlich alles außer Leoparden und Geparden – Das Nashorn ist selten zu sichten, wir hatten jedoch Glück, auch wenn es ca. 500m entfernt war. Es ist zwar sehr touristisch, aber dies ist bei 400.000 Besuchern jährlich wohl kaum zu vermeiden. Ein einmaliges Erlebnis!
Serengeti – War bei uns leider nicht im Budget, soll aber alles enthalten, was es in Afrika so gibt. Ist aber zugleich auch das Teuerste, da man die Parkgebühren für Ngorongoro auf jeden Fall mit einrechnen muss.
Park Tarangire, hat eine unglaubliche Vegetation und Landschaften zum Träumen, weiter soll es eine Garantie für das Sehen von Elefanten geben, wir haben allerdings echt lange gesucht. Aber wir haben hier einen Gepard gesehen, was wohl sehr sehr selten ist. Ansonsten ist der Park sehr groß, und die Tiere chillen leider selten am Straßenrand, was in den meisten Fällen ein Fernglass erfodert.
 
Landschaft:
Die Landschaft ist geprägt von trockenem Boden mit Sträuchern und Bäumen, leichte Hügel und Berge mit kleinen Wäldern bringen etwas Abwechslung. Die Massai haben viele kleine Dörfer mit Weideland für ihr Vieh, der ein oder andere Bauer hat seine Felder mit Mais oder Getreide bestückt. Ihre Dörfer kann man oft daran erkennen, dass sie von außen um die Lehmhütten ein großer Ring aus großen Büschen und Bäumen umgibt, um die Einwohner von wilden Tieren zu beschützen. Wo es öfter regnet, sind Bananen oder Kaffeeplantagen, auch Gewürze wie Pfeffer, Nelken und viele weitere werden angebaut. Der Blick reicht weit und man bekommt ein Gefühl von Unendlichkeit, wenn man ihn schweifen lässt. 
 
Hostels:
Das Jamboinn in Dar es Salaam ist für den Preis ok, das Essen gut aber man sollte keine hohen Ansprüche haben!

Auf Sansibar empfehlen wir zu 100% den „Mustafa´s Place“ eine kleine Oase an der Ostküste, 50m vom Strand entfernt, nettes Personal, Feuerstelle und Familien-Gefühl inkl.. Wir haben hier für eine kleine Hütte 15 Dollar die Nacht pro Person gezahlt, absolut fair!

Essen:
Fisch und Oktopus sind die beste Möglichkeit, lecker und frisch gefangen. Fleisch und Fastfood ist selten gut. Auch wenn es hier viele Italiener gibt, wir glauben nicht daran, dass diese ihre Pizza oder Pasta schon einmal selbst gegessen haben. Fleisch ist meistens wie Schuhsohle und wenn man einmal gesehen hat, wie sie es lagern bzw. „frisch halten“, möchte man es eh nicht mehr essen.

Das Frühstück mit frischem Obst und Naan-Brot ist eigentlich überall gleich und echt lecker, nur sollte man sich irgendwann selber Marmelade kaufen, irgend wie gibt es auf der ganzen Insel immer die selbe Aprikosensorte.  Die einheimische Küche beinhaltet neben Fisch zum Beispiel Kochbananen und Reis, meist mit einer Kokosnusssoße.

Wir haben uns das „Rezept“ für den Oktopus-Kartoffelsalat gemerkt, eine Gaumenschmaus!

Wichtige Gegenstände:
Folgende Gegenstände sind für einen Besuch in Tansania unverzichtbar! 
- Das Vorhängeschloss, für den Koffer und in vielen Hostels für die Türen sollte nicht fehlen.
- Die Taschenlampe, vorzugweise eine zum selber aufladen bzw. kurbeln äußerst wichtig da im ganzen Land Stromausfälle, gerade in den Abendstunden zum täglichen Leben dazu gehören (Tipp: Auch für Toiletten-Gänge mitzunehmen und möglichst duschen, wenn Strom da ist. Viele Duschen funktionieren hier nur mit Strom, wenn sie warmes Wasser haben.).
- Klopapier und Wasserflasche, das Eine ist einfach nicht überall zu erwarten – das Andere sollte man selbst zum Zähneputzen lieber nicht aus dem Hahn nutzen.
- Dollar, denn die Tansania-Schilling werden an einigen Stellen nicht akzeptiert :-)
- Desinfektionsgel, da einem jeder Schlepper die Hand reicht und man aus Höflichkeitsgründen nicht immer drum herum kommt.
 
Straßen und Verkehr:
Hier gibt es klar Unterschiede zwischen Stadt und Land, in der Stadt sollte man vorher wahrscheinlich einen Kurs gemacht haben, der einem die einheimischen Gegebenheiten im Verkehr vermittelt. Linksverkehr ist da das kleinste Problem, es geht kreuz und Quer, überholt wird, wo es geht und das Hupen gehört hier zum guten Ton.

Auf dem Land ist es da übersichtlicher, dennoch wird gerne auch in Kurven von Bergstraßen überholt. Besonders auffällig sind die alle 2km kommenden Verlangsamungs-Hubbel, es gibt hier 2 Arten… Einmal 3 kleine, die wohl für den Sound sind, um auf langen Fahrten wach zu bleiben. Die anderen sind so hoch das selbst der Landrover 4x4 fast anhalten muss um sich nicht den Unterboden aufzuschrammen – Tiefer gelegte Autos oder der Ferrari von Bill Gates werden hier nicht weit kommen.

Die Polizei macht hier Stichproben – allerdings kassiert sie eigentlich immer etwas ab, wir vermuten das der Ehepartner zwischen durch anruft, der Polizist schaut darauf in seine Geldbörse und wenn nicht genug drin ist, wird der nächste kontrolliert. Bestechungsgelder sind hier üblich und liegen zwischen umgerechnet 2€ bis 20€, je nachdem ob und wie viele Touristen dabei sind.

Gefahren:
Bitte achten Sie darauf, welches Taxi sie nehmen, es sollte eine offizielle Kennzeichnung und ein gelbes Schild auf dem Dach haben… So steht es in den Reiseführen. Das eigentlich jedes Taxi verschieden aussieht, die gelben Schilder auf dem Dach eh alle wie geklaut aussehen dagegen nicht. Unser Tipp, im Hostel bestellen oder am Taxistand suchen, andernfalls nach dem freundlichsten Gesicht suchen. Wichtig ist auch alle Türen verriegeln, es soll vorkommen dass jemand dazu steigt…

Nach 19.30 sollte man nicht mehr groß durch die Gegend laufen, hier für gibt es außer der Kriminalität und den dunkeln Seitenstraßen ein weiteres Argument für, Löcher auf dem Gehweg in die man wahrscheinlich komplett reinpasst.

Mit Koffer auf der Straße? Niemals, ein klares Zeichen für Neuankömmlinge, Folge viele Schlepper, die einem alles verkaufen wollen was es so gibt, Taschendiebe dazwischen nicht ausgeschlossen.

Wichtige Sätze:
- Nein, vielen Dank – Hapana, asante sana
- Hallo – Jambo
- Wie geht’s – Habari?
- Gut – Nzuri
- Prima – Salama
- Bis später – Baadaye
- Tschüss – Kwa heri
- Keine Ursache – Karibu
- Polizei - Polisi
 
Pralles/Komisches aus dem Nähkästchen:
- Stromausfälle jeden Abend
- Sammel Deinen Müll bis er einen kleinen Haufen ergibt, gehe an die nächste Straße und mache ein Feuerchen daraus, fertig ist die Müllentsorgung – Kein Spaß, das machen hier alle so!
- Plane deine Dusch-Gänge, denn Warmwasser braucht Strom und Licht soll dazu ebenfalls nicht verkehrt sein.
- Jeder Toilettengang ist wie Russischroulette, man weiß nie, was raus kommt und wie lange es dauert.
- Passend zum Punkt hier drüber. Es ist Ähnlich mit den Restaurants bzw. wahrscheinlich der Grund dafür. Straßenstände mir Grillfleisch sind hingegen eine Garantie für Magenschmerzen und eine längere Sitzung!
- Gefangen werden zum Teil auch mit den öffentlichen klein Bussen transportiert, sollte also jemand mit Handschellen einsteigen, lohnt sich der Blick ob ein Polizist oder Soldat dazu steigt.